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An dieser Stelle werden aktuelle Neuerscheinungen zur Gestalttherapie vorgestellt:

 

  • Francesetti, G., Gecele, M. & Roubal, J. (Hrsg.)
    Gestalttherapie in der klinischen Praxis. Von der Psychopathologie zur Ästehtik des Kontakts.
    EHP-Verlag Andreas Kohlhage, Gevelsberg 2016

    Dieses Handbuch mit über 700 Seiten vereinigt Beiträge von gestalttherapeutischen Autoren unterschiedlicher Generationen aus mehr als 20 Ländern. Neben der Beschreibung der grundlegenden Prinzipien der Gestalttherapie in der klinischen Praxis ist der Hauptteil des Buches spezifischen klinischen Leiden gewidmet, von jeweils unterschiedlichen Autoren dargestellt und durch den Kommentar eines anderen Autors oder Autorin ergänzt. Gemeinsam ist die Perspektive, Psychopathologie als ein Feldphänomen zu betrachten, in dem individuelle und soziale Faktoren zusammenwirken. Vor diesem Hintergrund wird gestalttherapeutisches Verständnis und Handeln bei Demenz, Psychosen, Suchtverhalten, Depression, Angststörungen, Essstörungen, psychosomatischen Störungen, sexuellen Störungen, Borderline-, narzisstischen und anderen Persönlichkeitsstörungen sowie bei Hysterie und gewalttätigem Verhalten behandelt. Die deutsche Version dieses internationalen Projekts ist speziell auf die Situation, die Forschung und die Literatur im deutschsprachigen Raum bearbeitet und ergänzt worden. Ein Standardwerk!

 

  • Joyce, P. & Sills, C.
    Gestalttherapeutische Kompetenzen für die Praxis.
    EHP-Verlag Andreas Kohlhage, Bergisch-Gladbach 2015

    Mit diesem Standardwerk liegt eine praktisch orientierte Einführung in alle Anwendungen des Gestaltansatzes vor, die entlang des therapeutischen und beraterischen Prozesses mit zahlreichen Handreichungen als Lehrbuch für Psychotherapie, Beratung und Ausbildung dient. Sie liefert sowohl dem Einsteiger als auch dem erfahrenen Praktiker umfangreiches Material.
    Besonders stehen die Kompetenzen im Mittelpunkt, die aus der Theorie der Gestalttherapie und aus der therapeutischen Beziehung erwachsen. Einführungen, Checklisten, Tabellen, Formulare, weiterführende Literatur, Tipps für die klinische Praxis und die Ausbildung, Fallbeispiele aus der klinischen Praxis. (EHP)

 

  • Boeckh, A.
    Gestalttherapie. Eine praxisbezogene Einführung.
    Psychosozial -Verlag, Gießen  2015


    Die Gestalttherapie geht von einem humanistischen Menschenbild aus, derCover Gestalttherapie grundsätzlichen Einheit von Leib, Seele und Geist, von der existenziellen Eingebundenheit des Einzelnen in die Umwelt und Mitwelt und von der im Menschen angelegten »Tendenz zur guten Gestalt«. Zu sich und anderen in einen lebendigeren Kontakt zu kommen, ist das Ziel und zugleich die wesentliche Methode der Gestalttherapie. Seelische und psychosomatische Störungen werden als Blockierungen im Kontakt verstanden. Die Therapie ist darauf ausgerichtet, diese Blockaden zu lösen und damit die Entfaltung und Integration der Persönlichkeit in ihrer sozialen und ökologischen Bezogenheit zu fördern. Das therapeutische Vorgehen ist dabei erfahrungsbezogen, experimentell, existenziell und dialogisch. Die Gestalttherapie gilt gegenwärtig als eines der effektivsten Psychotherapieverfahren. Albrecht Boeckh skizziert im vorliegenden Buch ihre Wurzeln und stellt systematisch ihre theoretischen Grundlagen, ihre Methoden und ihre praktisch-therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten dar.
  • Trüb, H.
    Heilung aus der Begegnung. Überlegung zu einer dialogischen Psychotherapie.
    EHP-Verlag Andreas Kohlhage, Bergisch-Gladbach 2015

    Als ›Urvater‹ der Dialogischen Psychotherapie hat Hans Trüb als erster in der Auseinandersetzung mit der klassischen Psychoanalyse, der Psychologie C.G. Jungs und dem Dialog-Ansatz von Martin Buber die Grundlagen der modernen Relationalen Psychotherapie geschaffen, ohne dass diese immense Leistung je ausreichend gewürdigt wurde. Sein Grundlagentext liegt nun endlich wieder in einer neuen Ausgabe vor und ermöglicht so einen völlig neuen Blick auf die Entwicklung der Psychotherapie in den letzten 100 Jahren, den Milan Sreckovic’ Einführung in diese Neuausgabe mit einer ersten Anregung für die weitere Forschung gewährt. Diese neue Textausgabe stellt einen bedeutenden Beitrag auch für die nachhaltige Theorieentwicklung in der modernen Psychotherapie dar. Ohne Trübs Vorüberlegungen wären die relationalen Ansätze in den Humanistischen Psychotherapien und besonders in der Gestalttherapie, aber auch die neuesten intersubjektiven Ansätze in der Psychoanalyse nicht denkbar. Trüb hat bereits seit den 1920er-Jahren an den Grundlagen für diese Theorie und ihre klinische Praxis gearbeitet. Interessanterweise wird die Bedeutung Trübs für die moderne Relationale Gestalttherapie und für die Intersubjektive Psychoanalyse kaum irgendwo dezidiert erwähnt. Richard Hycner (Zwischen Menschen. Ansätze zu einer Dialogischen Psychotherapie), Maurice Friedman (Der heilende Dialog in der Psychotherapie) und Laura Perls stellen dabei bedeutende Ausnahmen dar, die dieses Erbe betont haben. Auf dem 80. Geburtstag von Martin Buber kam es zu einem Gespräch zwischen Martin Buber, Maurice Friedman und Laura Perls, bei der diese über die vollkommen untergegangen Bedeutung von Hans Trüb diskutierten. Laura Perls hat stets auf die immense Bedeutung hingewiesen, die Hans Trüb und ganz besonders Heilung aus der Begegnung für ihren theoretischen Ansatz, aber auch für ihre alltägliche klinische Praxis gehabt hat. Von den theoretischen Grundlagen bis zu ihrer Praxis in Klinik und Ausbildung, in Beratung und Organisationsentwicklung hat sie dieser Text bis zum Schluss begleitet. Die neue korrigierte Ausgabe bietet zum ersten Mal wieder die Gelegenheit, diesen vergessenen Pionier zu würdigen und seinen dialogischen Ansatz in die moderne psychotherapeutische Theorie- und Praxisentwicklung einzubinden. Es ist höchste Zeit, dass Trüb und sein Werk die verdiente Beachtung und Anerkennung finden als primäre Quelle der Dialogischen Psychotherapie und der aktuellen Diskussion der Theorie der Intersubjektivität, der relationalen Psychoanalyse sowie der relationalen und dialogischen Perspektiven in der zeitgenössischen Psychotherapie. (EHP)

  • Bocian, B., Staemmler, F.M. (Hg.):
    Kontakt als erste Wirklichkeit. Zum Verhältnis von Gestalttherapie und Psychoanalyse
    EHP-Verlag Andreas Kohlhage, Bergisch-Gladbach 2013

    Das Buch verfolgt vor allem das Ziel, den Dialog zwischen Gestalttherapie und Psychoanalyse aufzunehmen und zu einer ausgewogenen Aufmerksamkeit für ihre Gemeinsamkeiten und Differenzen beizutragen. Es gibt in der Psychoanalyse die verbreitete Einsicht, dass nicht alle Störungen auf der Couch behandelt werden können. Die Geschichte der Psychoanalyse ist auch die Geschichte ihrer Orthodoxie. Ob Jung oder Rank, ob Ferenczi oder Reich, ob Fromm oder Perls - wer sich als Analytiker deutlich vom Mainstream entfernte, musste damit rechnen, zum Häretiker oder Dissidenten erklärt zu werden. Die neuere Psychoanalyse, insbesondere jene Strömungen, die sich „relational“ bzw. „intersubjektiv“ nennen, betonen inzwischen sehr viel stärker als früher die Bedeutung des aktuellen persönlichen Kontaktgeschehens zwischen Therapeut und Klient und legen sehr viel weniger Wert auf die Analyse der Übertragung. Sie nähert sich damit einer Position, die innerhalb der Gestalttherapie schon sehr viel länger vertreten wird. Umgekehrt hat sich unter Gestalttherapeuten eine größere Aufmerksamkeit für die entwicklungspsychologische Dimension, für Anamnese und Diagnostik entwickelt, wie sie in der Psychoanalyse schon sehr früh zu beobachten war. Dieses Buch ist nicht nur Teil des so lange überfälligen Dialogs zwischen Psychoanalyse und Gestalttherapie, sondern es trägt auch selbst dazu bei, dass dieser Diskurs vorankommt. (EHP)

  • Frambach, L., Thiel, D. (Hg.):
    Friedlaender/Mynona und die Gestalttherapie. Das Prinzip "Schöpferische Indifferenz".
    EHP-Verlag Andreas Kohlhage, Bergisch-Gladbach 2015

    Die Strukturierung des Feldes in Polaritäten und die therapeutische Arbeit mit Polaritäten sind charakteristische Aspekte der Gestalttherapie. Der ideengeschichtliche Hintergrund dafür ist Friedlaenders Philosophie der »Schöpferischen Indifferenz«, von Fritz Perls als zentraler Einfluss auf sich und die Entwicklung der Gestalttherapie verstanden. In diesem Herausgeber-Band wird Friedlaenders Philosophie von verschiedenen Autoren und Blickwinkeln auf ihre Bedeutung für die Gestalttherapie untersucht - mit Beiträgen von: Ludwig Frambach, Detlef Thiel, Bernd Bocian, Martina Gremmler-Fuhr, Lotte Hartmann-Kottek, Stephanie Hartung, Kathleen Höll, Hans-Josef Hohmann, , Hilarion Petzold/Johanna Sieper/Ilse Orth und Claudio Naranjo. (EHP)

  • Staemmler, F.:
    Was ist eigentlich Gestalttherapie? Eine Einführung für Neugierige.
    EHP-Verlag Andreas Kohlhage, Bergisch-Gladbach 2009

Dieses kleine, handliche, sehr schön gestaltete Buch wurde von der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie herausgegeben. Das Anliegen ist, eine Einführung vorzulegen, die historisch aktuell, praxisnah und theoretisch fundiert erläutert, welches therapeutische Beziehungsverständnis die Gestalttherapie auszeichnet, welches Menschenbild sie prägt und wie das methodische Vorgehen aussieht. Am Ende jedes Kapitels wird ergänzende Literatur zur Vertiefung aufgeführt. Ein sympathisches Buch, das neugierig macht auf mehr.

  • Staemmler, F.:
    Das Geheimnis des Anderen - Empathie in der Psychotherapie.
    Klett-Cotta, Stuttgart 2009

Aus Sicht der dialogischen Gestalttherapie hat sich der Autor in seinem Buch der „Umfassung“, der gemeinsamen Teilhabe an der Situation als eines Elements einer dialogischen Therapiebeziehung (neben Präsenz, Bestätigung und Engagement – nach Buber) zugewendet. Das Buch ist eine Studie über das, was in der Umfassung im Einzelnen geschieht. Staemmler kritisiert die Einseitigkeit, Entkörperlichung und den Individualismus des traditionellen Empathiebegriffs und erweitert ihn um die Dimension der Gegenseitigkeit, Leiblichkeit und der Gemeinsamen Situation als „eine auf Intersubjektivität beruhende, sich leiblich vollziehende und gegenseitige Bezugnahme“ auf die Erfahrungswelt des jeweils Anderen. Besondere Anerkennung verdient das Buch dafür, dass Staemmler enorm kenntnisreich einen gestalttherapeutisch orientierten Beitrag zu einem allgemeinen, aktuellen Thema der Psychotherapie leistet. Zu fragen ist lediglich, ob „Empathie“ der treffendste Begriff für diese Art der menschlichen Verbindung zwischen TherapeutIn und KlientIn als einem zentralen Wirkfaktor der Therapie ist, wie Staemmler ihn beschreibt, oder ob es nicht angemessener wäre, einen eigenen Begriff für die Besonderheit dieser Verbindung zu finden. - Absolut lesenswert!

  • Votsmeier-Röhr, Achim:
    Keine Angst vor Börse & Co. Anlagepsychologie und persönliches Handelssystem.
    EHP-Verlag Andreas Kohlhage, Bergisch-Gladbach 2009

Der Autor verbindet Erkenntnisse der Finanzpsychologie/Börsenpsychologie über erfolgreiches Anlegerverhalten sowie über das Vermeiden psychologischer Fehlerquellen mit Anregungen zum Entwickeln eines persönlichen Handelssystems, mit dem diese Erkenntnisse bei konkreten Anlageentscheidungen praktisch umgesetzt werden können. Dabei verwendet er das aus der Gestalttherapie stammende Kontakt-Support-Konzept als Leitidee für „Stützungsorientiertes Investieren“ (SORI). Diese Herangehensweise bedeutet, dass Aufgaben und Herausforderungen bei der Geldanlage so gut bewältigt werden, wie die äußeren und inneren Stützen als Ressourcen dafür vorhanden sind. Äußere Stützen sind beispielsweise das jeweilige Börsenumfeld oder ein funktionierendes Handelssystem, innere Stützen sind Einstellungen, Stressmuster u.ä.. Das eigene Handeln an den verfügbaren Stützen zu orientieren bewahrt davor, zu hohe Risiken einzugehen und hilft, spielerisch an das Börsengeschehen heranzugehen. - Die Webseite zum Buch: www.sori-ansatz.de .

  • Schleeger, B.M.:
    .. und wo ist das Problem ...? Zen-Buddhismus und Gestalttherapie.
    Peter Hammer Verlag 2008

Seit Ende der 60er Jahre haben sich Gestalttherapeuten immer wieder mit Berührungspunkten zwischen Zen-Buddhismus und Gestalttherapie beschäftigt. Schleegers Buch ist außergewöhnlich. Es ist hervorragend durchgearbeitet, mit beeindruckender Gründlichkeit und kritischer Reflexion. Schleeger betrachtet in seinem Buch beide, Gestalt-/Psychotherapeuten und buddhistische Lehrer und ihren Umgang mit psychischen Problemen, und zwar so, daß er auf BEIDE einen kritischen Blick wirft. Er zeigt 'Unterschiede zwischen beiden Wegen und Schwierigkeiten in der Verständigung miteinander'. Dieses Buch ist bedeutsam; es ist vor allen Dingen reich, reichhaltig; und für den interessierten Leser bietet es einen fruchtbaren, übervollen Garten. Darüber hinaus ist es klug und einfühlsam geschrieben. Wer als nächstes über das Thema Gestalttherapie und Zen, oder Psychotherapie und Spiritualität schreiben will, kann einer Auseinandersetzung mit Schleeger kaum entgehen. (Detlev Kranz)

  • Anger, H., Schulthess, P. (Hrsg.):
    Gestalt-Traumatherapie. Vom Überleben zum Leben: Mit traumatisierten Menschen arbeiten.
    EHP-Verlag Andreas Kohlhage, Bergisch-Gladbach 2008.

Viele Gestalttherapeutinnen und -therapeuten arbeiten in ihrer täglichen Praxis mit traumatisierten Menschen. Die Autorinnen und Autoren dieses Buches beschreiben eindrucksvoll, wie sie dies tun und wie sie ihr Vorgehen in der Theorie und den Konzepten der Gestalttherapie verankern. Gleichfalls wird der aktuelle Forschungsstand zur Traumatherapie mit einbezogen. Daraus wird deutlich, wie gut sich die Gestalttherapie eignet, um mit traumatisierten Menschen zu arbeiten. Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur gestalttherapeutischen Theoriebildung. Die Herausgeber vom Institut für Integrative Gestalttherapie Würzburg/Wien wollen in diesem 2. Band der IGW-Publikationen die theoretische Diskussion und den Austausch über Praxiserfahrungen in der Arbeit mit traumatisierten Menschen anregen und beleben. Dies ist ihnen gelungen.

  • Boeckh, A.:
    Methodenintegrative Supervision. Ein Leifaden für Ausbildung und Praxis.
    Klett-Cotta Verlag 2008 (Reihe: Leben lernen).

Supervision unterstützt Helfer darin, ihren professionellen Blick zu wahren und die Qualität ihrer Arbeit auch in schwierigen Siutationen aufrechtzuerhalten. Dieses Buch bietet eine theoretisch fundierte und durchgehend anwendungsbezogene Einführung in das Thema Supervision. Als Grundanliegen der Supervision werden die Verbesserung der Arbeit mit den Klienten, die Verbesserung der Befindlichkeit der Supervidanden und die Verbesserung der Zusammenarbeit im Team gesehen. Diese werden in der konsequenten Verbindung der Ebenen Person-Beziehung-Gruppe-Organisation dargestellt. Der Ansatz des Autors versteht sich als methodenintegrativ, mit Ansätzen, die alle einem humanistischen Menschenbild verpflichtet und daher miteinander kompatibel sind. An zahlreichen Praxisbeispielen wird gezeigt, wie Methoden aus der Gestalttherapie, der systemischen Therapie, der Balintarbeit, der Gesprächstherapie u.a. das Supervisionsgeschehen intensivieren und bereichern können. Als integrativen theoretischen Hintergrund stellt der Autor sein Konzept der "Dialogischen Struktur des Selbst" vor, in dem er Konzepte von Mead, Gadamer, Buber, Kernberg und der neurowissenschaftlichen Forschung zu Spiegelneuronen verbindet.
Ein sehr lesenswertes Buch für Supervisoren, Supervisions-Ausbilder, Psychotherapeuten, Psychologische Berater und Sozialarbeiter.

  • Bocian, B.:
    Fritz Perls in Berlin 1893 - 1933. Expressionismus - Psychoanalyse - Judentum.
    Peter Hammer Verlag 2007

Dieses Buch ist eine biografische Arbeit über die vierzig Lebensjahre, die Fritz Perls in Berlin verbracht hat. Es ist somit ein Buch über die Vorgeschichte der Gestalttherapie. Zugleich enthält es ein Stück Geschichte über die psychoanalytische Bewegung und die sogenannte expressionistische Generation. Das Buch zeigt Perls als Repräsentanten einer avantgardistischen europäischen Großstadtkultur, die durch den Nationalsozialismus vertrieben wurde und deren Lebens- wie Überlebenserfahrungen als Erbe mit in den Gestaltansatz eingegangen sind. Als prägende Lebenskontexte werden - neben dem deutsch-jüdischen Kontext - das wilhelminische Patriarchat, die traumatischen Kriegserfahrungen, Revolution und Konterrevolution, die kulturelle Explosion in der Weimarer Republik, die politsche Radikalisierung und die Emigration behandelt.
Eine herausragende historische Studie!

  • Gegenfurtner, N. & Fresser-Kuby, R. (Hrsg.):
    Emotionen im Fokus. Gestalttherapeuten im Dialog mit Leslie Greenberg.
    Edition Humanistische Psychologie EHP 2006

Dieses Buch, dass eine IGW-Publikation in der EHP ist, basiert auf einer IGW-Tagung mit Leslie Greenberg im November 2003 in Würzburg. Greenberg ist ein renommierter Psychotherapieforscher und hat die Wirkungsweise von erfahrungsorientierten Interventionen der Gestalttherapie und der klientenzentrierten Therapie empirisch untersucht. Daher ist seine Forschung von großer Wichtigkeit für die wissenschaftliche Fundierung der Gestalttherapie. Leider wurde das in der gestalttherapeutischen Community lange Zeit übersehen. Das vorliegende Buch dokumentiert die ersten Ansätze einer hoffentlich wegweisenden Auseinandersetzung von Gestalttherapeuten mit den Ergebnissen dieses Forschungsansatzes. Den Herausgeberinnen ist es gelungen, eine interessante Mischung von Autoren dafür zu gewinnen und 16 spannende und inspirierende Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven in einem Buch zusammenzustellen.

  • Boeckh, A.:
    Die Gestalttherapie. Eine praktische Orientierungshilfe.
    Kreuz Verlag 2006

Gestalttherapie geht von der grundsätzlichen Leib-Seele-Geist-Einheit aus. Sie versteht den Mensch als selbstregulierenden Organismus im Kontakt mit dem lebensnotwendigen, physischen und sozialen Umfeld. Störungen sind auf die Bockierung der Selbstregulierung zuückzuführen. Die Gestalttherapie ist eine Methode, die bei der Auflösung dieser Blockierungen hilft. Albrecht Boeckh gelingt es, diese Therapieform leicht verständlich zu vermitteln.

  • Dennison, G.:
    Gestaltpädagogik in Aktion. Ein Praxisbericht.
    Peter Hammer Verlag 2006

George Dennison gründete Mitte der 1960er Jahre mitten in einem sozialen Brennpunkt New Yorks eine Alternativschule - die "First Street School". Sein Bericht darüber ist 1969 unter dem Titel "The Lives of Children" im Original erschienen. Der ganze Text atmet die Zeitgeist des antiautoritären Aufbruchs jener Tage. Dennoch ist er mehr als nur ein zeithistorisches Dokument. George Dennisons Buch gehört neben A.S. Neills Bericht über "Summerhill" von 1960 und Leo Tolstojs Bericht über die "freie Schule für Bauernkinder" von 1862 zu den zeitlosen Dokumenten eines Ringens um eine kindgerechte Form der Erziehung und des Unterrichts. In einem Nachwort über die Situation der öffentliche Schule baut Stefan Blankertz eine Brücke zwischen der damaligen und der heutigen Diskussion.

  • Wheeler, G.:
    Jenseits des Individualismus.
    Peter Hammer Verlag 2006

Gordon Wheeler sieht die westliche Welt in einer Phase der aktiven Dekonstruktion und des Niedergangs eines fundamentalen kulturellen Paradigmas: des Paradigmas des Individualismus. Nach einer philosphischen Skizze des Individualismus geht es dem Autor vor allem darum, ein alternatives Menschenbild der Intersubjektivität erlebbar zu machen, das durch die konkrete Erfahrung des Selbst in Beziehung bestimmt ist. Dabei lädt er zu Experimenten der Selbsterforschung ein, um die starren Begrenzungen des Individualismus zu überwinden und stellt Fallbeispiele dazu vor. Es ist ein engagiertes Buch, daß die Intersubjektivität des Stützungs-Konzept in der Gestalttherapie hervorhebt und dem Leser erlebbar macht.

  • Strümpfel, U.:
    Therapie der Gefühle. Forschungsbefunde zur Gestalttherapie.
    Edition Humanistische Psychologie EHP 2006.

In diesem Buch wird die bislang umfassendste Forschungsübersicht zur Gestalttherapie vorgelegt. Prof. Willi Butollo schreibt treffend in seinem Vorwort: "Das vorliegende Buch zeigt, in sorgfältigen, detaillierten und durchaus kritischen Analysen einer Fülle von Studien über Gestalttherapie, dass derartige Forschungsarabeiten - bei Anerkennung aller Schwächen - eine wesentliche und unschätzbare Erweiterung des Spektrums von Rückmeldungen darstellen, die wir für unsere therapeutische Arbeit dringend brauchen." Das Buch ist ein Meilenstein für die Dokumentation der Gestalttherapie als einer potenten und wirksamen Form der Psychotherapie!
Die Homepage zum Buch: http://
www.therapie-der-gefuehle.de

  • Doubrawa, A. & E.:
    Meine Wildnis ist die Seele des Anderen. Der Weg zur Gestalttherapie.
    Laura Perls im Gespräch mit Daniel Rosenblatt u.a.
    Peter Hammer Verlag 2005

Laura Perls, die Mitbegründerin der Gestalttherapie, steht für einen ganz besonderen Stil: für liebevolle Aufmerksamkeit, für Wohlwollen, Einfühlungsvermögen und große Achtung vor dem Klienten. Anlässlich ihres 100. Geburtstages ist mit diesem Buch der Klassiker "Der Weg zur Gestalttherapie" erheblich erweitert worden. Die Basis bilden Gespräche des amerikanischen Gestalttherapeuten Daniel Rosenblatt mit Laura Perls. HInzugekommen sind weitere Interviews, besonders zum Selbstverständnis der TherapeutIn und zahlreiche Würdigungen der Persönlichkeit und der Arbeit Laura Perls´ durch Kollegen und Schüler. Ein sehr liebevoll editiertes Buch!

  • Bongers, D., Schulthess, P., Stümpfel, U., Leuenberger, A.:
    Gestalttherapie & Integrative Therapie: Eine Einführung.
    Edition Humanistische Psychologie EHP 2005

Gestalttherapie und Integrative Therapie, zwei Verfahren der modernen Psychotherapie, die geschichtlich und inhaltlich miteinander verwandt sind, werden hier nach einheitlichen Aspekten und in konzentrierter Form dargestellt.
Es ist ein Arbeitsbuch, das den aktuellen Entwicklungsstand von Gestalttherapie und Integrativer Therapie wiedergibt. Das Buch dient Studenten, Psychotherapeuten, Psychologen und Ärzten als aktueller, fundierter und praxisorientierter Grundlagentext zur Information und Weiterbildung.

  • Blankertz, S. & Doubrawa, E.:
    Lexikon der Gestalttherapie.
    Peter Hammer Verlag 2005 >>>>Leseprobe<<<<

Das Buch beschreibt in übersichtlicher und leicht zugänglicher Form die gestalttherapeutischen Fachbegriffe (u.a. Aggression, Deflektion, Intorjektion, Konfluenz, Kontakt, Projektion, Retroflektion, Selbst). Es stellt die Ideen und das Leben der Begründer (Fritz Perls, Lore Perls und Paul Goodman) sowie die Weiterentwicklung der Gestalttherapie bis heute dar. Außerdem beleuchtet es die veilfältigen Wurzeln der Gestalttherapie wie Gestaltpsychologie, Psychoanalyse, Phänomenologie, Existentialismus, Holismus, Dialog (Martin Buber) usw. Das Buch ist unbedingt zu empfehlen als Hilfsmittel für jeden, der sich mit den Erkenntnissen dieses Therapieansatzes beschäftigen möchte.

  • Dreitzel, H. P.:
    Gestalt und Prozess. Eine psychotherapeutische Diagnostik oder: Der gesunde Mensch hat wenig Charakter.
    Edition Humanistische Psychologie EHP 2005

Eine Einführung in die gestalttherapeutische Diagnostik, die als fortlaufender Text gelesen werden kann, und ein Arbeitsbuch zur Orientierung in der Therapie. Ein Wegweiser mit einem diagnostischen Feldatlas, in jahrelanger Praxis bei Therapie und Ausbildung entwickelt.
Anschaulich aufgemacht als praktisches Arbeitsbuch mit vielen Klapptexten, Schaubildern und Abbildungen. Der reiche Erfahrunsschatz des Autors ist sehr spannend aufbereitet in diesem Buch. Ein hervorragender Beitrag zur Diskussion des "heißen Eisens" der gestalttherapeutischen Diagnostik.

  • Geißler, P. (Hg.):
    Was ist Selbstregulation? Eine Standortbestimmung.
    Psychosozial Verlag 2004

Selbstregulation ist ein zentrales Entwicklungsziel humanistischer Therapieformen, die auf Fähigkeiten und Ressourcen der Person setzen. Der Begriff ist ebenfalls zentral für die zeitgenössische Säuglingsforschung und für die Systemtheorie. Selbstregulierende und fremdregulierende Prozesse stehen in einem komplexen Wechselspiel. Aus dem Blickwinkel unterschiedlicher therapeutischer Zugänge - wie Klientenzentrierte Psychotherapie, Gestalttherapie, Bioenergetische Analyse und psychoanalytische Selbstpsychologie - wird der Begriff von zwölf verschiedenen Autoren in seinen diversen Facetten erörtert und im Hinblick auf seine therapeutische Relevanz diskutiert. Darüber hinaus werden Bezüge zu den Neurowissenschaften, der Evolutionstheorie, zur Emotionstheorie und sogar zur Homöopathie hergestellt. Lesenswert!

  • Hochgerner, M., Hoffmann-Widhalm, H. u.a. (Hg.)
    Gestalttherapie.
    Wien, Facultas 2004

Dieses Lehrbuch ist eine Zusammenschau der Grundlagen der Gestaltpsychotherapie und ihrer Anwendungsbereiche. Sein Anliegen ist es, die unterschiedlichen Sichtweisen der Gestalttherapie nicht einzuebnen, sondern in Übereinstimmung und Divergenz aufeinander bezogen vorzustellen, um Raum für Differenz und fruchtbare Diskussion zu schaffen.
Im ersten Teil des Buches werden die theoretischen Hintergründe, die Voraussetzungen der Theoriebildung und das dialogische Verfahren der Gestalttherapie diskutiert. Der zweite Teil bringt die wesentlichen Konzepte der integrativen Gestalttherapie, die um gestalttheoretische Sichtweisen ergänzt werden. Auf die Erläuterung der verschiedenen Herangehensweisen beim Diagnostizieren folgt die Darstellung der Methoden und Techniken. Im ausführlichen letzten Abschnitt des Buches wird der Bogen von der Theorie zur Praxis gespannt: Psychosen, Süchte und frühe Störungen sind ebenso Thema wie die Arbeit mit traumatisierten Patienten, Kindern und Jugenlichen.

  • Hartmann-Kottek, L., Strümpfel, U.:
    Gestalttherapie.
    Springer Verlag 2004

Das einführende Lehrbuch von Lotte Hartmann-Kottek vermittelt ausführlich die theoretischen Grundlagen und demonstriert darauf aufbauend die Methoden der Gestalttherapie anhand zahlreicher Fallbeispiele: - Die Anwendung in unterschiedlichen Settings: Einzel- und Gruppentherapie, Paar- und Familientherapie, Supervision, Organisationsberatung, - Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit anderen psychotherapeutischen Verfahren, - Ausbildung, berufspolitische Situation und Wirksamkeitsnachweise der Gestalttherapie, - Mit umfassendem Serviceteil zu Ausbildungsinstituten und Fachgesellschaften.
Das Buch ist eine sehr persönliche Integration unterschiedlichster theoretischer und praktischer Einflüsse in den gestalttherapeutischen Bezugsrahmen und spiegelt die Reichhaltigkeit des therapeutischen Erfahrungsschatzes der Autorin wieder. Daher enthält es auch für erfahrene GestalttherapeutInnen viele Anregungen, ihr Verständnis der Gestalttherapie zu erweitern. Welche dieser Elemente dauerhaft in den Fundus der Gestalttherapie assimiliert werden, bleibt sicher abzuwarten.
Ebenfalls bemerkenswert ist das Abschluss-Kapitel von Uwe Strümpfel über den Forschungsstand der Gestalttherapie, in welchem die Wirksamkeit der Gestalttherapie als ein prozess-erfahrungsorientiertes Therapieverfahren eindrucksvoll belegt wird.

  • Brown, J.R.
    Zwei in einem Sieb. Märchen als Wegweiser für Paare.
    Peter Hammer Verlag 2004

Mit den faszinierenden Bildern der Märchen führt die amerikanische Psychotherapeutin und Gestalttherapeutin Judith R. Brown an typische Muster, Konflikte und Beziehungsfallen heran, wie sie sich im Alltag von Paaren immer wieder ereignen. Durch Fragen, Wahrnehmungsexperimente und Kommunikationsübungen am Ende jedes Kapitels lassen sich die gewonnenen Einsichten auf den eigenen Alltag übertragen. Damit ist dieses Buch nicht nur eine unterhaltsame Lektüre, sondern auch praktische Lebenshilfe bei der Bewältigung typischer Paar-Konflikte. Am Ende des Buches beschreibt die Autorin den Ansatz der Gestalttherapie und welche Hilfe gerade dieser für Paarbeziehungen bieten kann. In einem Nachwort würdigt der Gestalttherapeut Gordon Wheeler dieses Buch als richtungsweisendes für eine narrative, also mit Erzählungen und Märchen arbeitende Therapie aus einer Gestalttherapie-Perspektive.

  • Blankertz, S.
    Wenn der Chef das Problem ist. Ein Ratgeber.
    Peter Hammer Verlag 1999, 2004.

Hemmungsloses Herziehen über den Vorgesetzten, den Chef, den Boss, die Führungskräfte (oder umgekehrt: über die Mitarbeiter) - das gehört zum Arbeitsalltag. Aber ändert sich dadurch etwas? In diesem Buch geht es darum, die Ursachen der zermürbenden Dauer-Konflikte aufzudecken sowie Möglichkeiten auszuloten, zu einem besseren Verständnis zu gelangen. Ziel ist es nicht, Konflikte ganz zu vermeiden, sondern vielmehr in produktive Bahnen zu lenken: Am Ende sollen beide Seiten mit erhobenem Haupt aus der Auseinandersetzung herauskommen könnnen und zu einer erfreulichen Zusammenarbeit zurückfinden.
Ein seit Jahren in Konflikttrainings und im Coaching erprobter Test und viele Selbstlern-Übungen helfen, die transaktionsanalytischen und gestalttherapeutischen Einsichten in praktisches Alltagshandeln umzusetzen. Ein Beitrag, die heilsamen Einsichten der Gestalttherapie für den Bereich zu erschließen, dem die meisten Menschen den größten Teil ihres wachen Daseins widmen: der Arbeit.

  • Greenberg, L.S., Rice, L.N., Elliott, R.
    Emotionale Veränderung fördern. Grundlagen einer prozeß- und erlebensorientierten Therapie.
    Junfermann Verlag, Paderborn 2003

Emotionen sind ein wesentlicher Bestandteil des Prozessen, durch den Veränderungen und Problemlösungen herbeigeführt werden können. Das Buch enthält im ersten Teil einen Theorieentwurf erfahrungsorientierter Therapie, der in seinem Ansatz die Bedeutung der Gefühle neu erfaßt. Im zweiten Teil wird eine Systematisierung in Form eines Manuals zur therapeutischen Arbeit am unmittelbaren inneren Erleben des Klienten vorgelegt. Es wird gezeigt, wie durch die prozeß- und erfahrungsorientierte Therapie Bedeutungsveränderungen erzielt werden, wodurch zahlreich psychische Probleme gelöst werden können. Am Beispiel von Behandlungstranskripten werden allgemeine theoretische Prinzipien erläutert und sechs Methoden der Intervention ausführlich beschrieben.
Ein Standardwerk für GestalttherapeutInnen, die ihre Arbeit an der modernen psychologischen Grundlagenforschung und an empirisch untersuchten methodischen Vorgehensweisen orientieren wollen.
(siehe auch
>> auf dieser Webseite!)

  • Willi Butollo, Maria Hagl:
    Trauma, Selbst und Therapie.
    Huber, Bern, Göttingen 2003

Wie läßt sich die Posttraumatische Belastungsstörung (PTB) diagnostisch einordnen? Wird diese Diagnose überhaubt allen möglichen psychischen Belastungsfolgen nach traumatischen Ereignissen gerecht? Welche Behandlungen sind eigentlich wirksam? Gibt es eine Methode der Wahl?
In diesem hochaktuellen Band geben die Autoren einen gründlichen und spannenden Einblick in das Feld der Psychotraumatologie. Sie schildern mögliche psychische Folgen von traumatischen Erfahrungen in deren unterschiedlichen Erscheinungsbildern. Vertiefend gehen sie auf aktuelle Spezialthemen ein, wie auf die Diagnose der komplexen PTB, auf traumatische Trauer, auf die Prävention posttraumatischer Störungen im Einsatzwesen und auf die prägende Rolle von frühen Beindungserfahrungen. Ausführlich werden die neuesten empirischen Belege zur Wirksamkeit der wichtigsten Behandlungsverfahren diskutiert. Abschließend stellen die Autoren ihr eigenes Konzept auf gestalttherapeutischer Basis vor: die "Integrative Traumatherapie und Dialogische Exposition".
Ein "Muß" für GestalttherapeutInnen, die in diesem Feld arbeiten.

  • Margherita Spagnuolo Lobb & Nancy Amendt-Lyon (Eds.):
    Creative License: The Art of Gestalt Therapy.
    Springer, Wien/New York 2003, ISBN 3-211-83901-1

In diesem Buch werden Kreativität und kreative Aspekte des gestalttherapeutischen Ansatzes von verschiedenen Seiten betrachtet: in einem umfassenden theoretischen Rahmen werden die historischen Fundamente für Kreativität und Ästhetik in der Gestalttherapie dargestellt; neue theoretische Reflexionen über die Fähigkeit, kreative Prozesse in verschiedenen Lebenssituationen zu fördern, werden präsentiert; unterschiedliche Zugänge zur Erfassung des Begriffs Kreativität in der Gestalttherapie werden erörtert; klinische Fallbeispiele werden ausführlich beschrieben, die den Theorie-Praxis-Bezug deutlich demonstrieren; die Relevanz von neuen Forschungsergebnissen (z.B. Säuglingsforschung, Neurowissenschaft) für die psychotherapeutische Praxis wird diskutiert; viele der möglichen Anwendungen im psychosozialen Bereich (z.B. Umgang mit Paar- und Familienbeziehungen, Auseinandersetzung mit Psychosen, Verständnis für das Leiden von Kindern) werden mit Bezug auf die Theorie der Gestalttherapie präsentiert.
In diesem Buch erforschen wir den kreativen Prozeß zwischen Psychotherapeuten und Patienten und präsentieren ihn als Funktion des fruchtbaren zwischenmenschlichen Feldes.
Beiträge von namhaften U.S.-amerikanischen und europäischen Gestalttherapeuten widerspiegeln den produktiven Diskurs zwischen den Kontinenten und Schulen der zeitgenössischen Gestalttherapie. Das Buch wird nicht nur professionelle Psychotherapeuten interessieren, sondern alle Personen, die Kunst, Ästhetik und Interesse über die menschliche Natur zu wichtigen Aspekten ihres Lebens machen.

  • Doubrawa, A. & E.:
    Erzählte Geschichte der Gestalttherapie. Gespräche mit Gestalttherapeuten der ersten Stunde.
    Peter Hammer Verlag 2003

Dieses Buch versammelt zehn Interviews mit den Begründern der Gestalttherapie (Fritz Perls, Laura Perls und Paul Goodman) und ihren ersten Schülern (Isadore From, Erving Polster, Miriam Polster, Daniel Rosenblatt, Elliot Shapiro und James S. Simkin).
Die Gestalttherapeuten der ersten Stunde berichten von ihrem persönlichen Weg zur Gestattherapie, von deren Entstehen und Weiterentwicklung und schließlich von ihrer therapeutischen Arbeit.
Die lebendigen Gespräche vermitteln ein interessantes historisches Bild und anregende Einsichten in die Welt der Gestalttherapie.

  • Daniel Rosenblatt/Erhard Doubrawa/Stefan Blankertz:
    "Gestalt Basics. Zwei Einführungen in die Gestalttherapie".
    Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2003.

    Mit "Gestalt Basics" hat das Gestalt-Institut Köln anläßlich seines 25jährigen Bestehens zusammen mit dem Peter Hammer Verlag einen Sonderband herausgebracht, der zwei "Klassiker" der Einführungsliteratur zusammenführt. Einerseits Daniel Rosenblatts "The Gestalt Therapy Primer" von 1976, und zum anderen die "Einladung zur Gestalttherapie" von Erhard Doubrawa und Stefan Blankertz (2000). Daniel Rosenblatt bietet dem Leser eine sanfte Hinführung auf Selbsterforschung anhand von kleinen Übungen und Experimenten und macht so Gestalttherapie anschaulich. Es ist übersichtlich aufgebaut und klug geschrieben. Erhard Doubrawa und Stefan Blankertzs "Einladung" gestattet eine weitere Annäherung über erzählte Gestalttherapie, konkrete Episoden gestalttherapeutischer Arbeit, und über klare, überschaubare Einblicke in die Theorie.
    Detlev Kranz, Hamburg

  • Fuhr, R. Sreckovic, M., & Gremmler-Fuhr, M. (Hrsg.):
    Handbuch der Gestalttherapie.
    Hogrefe Verlag 1999.

    Zwar keine Neuerscheinung, aber mit seinen 1245 Seiten das Standardwerk zur modernen Gestalttherapie schlechthin. Deshalb sei es hier besonders erwähnt.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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